IRISWISSEN • UV STRAHLEN • IRIS-FOTO
Bei Thema Sonnenschutz denken die meisten zuerst an Sonnenbrand und Hautpflege. Doch auch unsere Augen sind der unsichtbaren UV-Strahlung ausgesetzt – häufig, ohne dass wir die Belastung unmittelbar bemerken.
Intensive UV-Strahlung kann die Hornhaut und die Bindehaut akut reizen oder entzünden. Eine langjährige Belastung kann außerdem das Risiko für bestimmte Augenerkrankungen erhöhen. Besonders wichtig ist der Schutz für Kinder, denn ihre Augen sind noch in der Entwicklung und können mehr UV-Strahlung in das Augeninnere gelangen lassen.
Wichtig:
UV-Strahlung ist für uns unsichtbar und kann die Augen unbemerkt erreichen. Helligkeit oder Wärme zeigen daher nicht zuverlässig, wie hoch die tatsächliche UV-Belastung ist.
Unsere Augen können UV-Strahlung weder sehen noch zuverlässig wahrnehmen.
Starke UV-Belastung kann Hornhaut und Bindehaut schmerzhaft entzünden.
Langjährige Belastung kann unter anderem die Entstehung eines Grauen Stars fördern.
Eine passende Sonnenbrille mit UV400 filtert UVA- und UVB-Strahlung.
KURZANTWORT
Ja, intensive oder langfristige UV-Strahlung kann die Augen schädigen. Kurzfristig kann sie Entzündungen der Hornhaut und Bindehaut verursachen, die umgangssprachlich oft als Sonnenbrand der Augen bezeichnet werden. Langfristig kann UV-Strahlung unter anderem die Entstehung des Grauen Stars, eines Pterygiums sowie bestimmter Tumoren am und rund um das Auge begünstigen. Schutz bieten eine gut sitzende Sonnenbrille mit UV400 und eine Kopfbedeckung.
Akute Folgen: Photokeratitis und Photokonjunktivitis können Schmerzen, Rötungen, Tränenfluss und starke Lichtempfindlichkeit auslösen.
Langfristige Folgen: Wiederholte UV-Belastung kann das Risiko für Grauen Star, Pterygium und Tumoren im Augenbereich erhöhen.
Besondere Situationen: Schnee, Wasser, Sand und große Höhen können die UV-Belastung durch Reflexion oder stärkere Strahlungen erhöhen.
INHALTSÜBERSICHT
DIE GRUNDLAGEN
Wellenlänge
Macht den größten Teil der UV-Strahlung an der Erdoberfläche aus und kann Augen sowie Haut belasten.
Wellenlänge
Wellenlänge
DER WEG INS AUGE
Trifft Sonnenlicht auf das Auge, ist die Hornhaut die erste transparente Schutzschicht. Ein großer Teil der UV-Strahlung wird bereits von der Hornhaut und anschließend von der Augenlinse aufgenommen. Welche Strahlungsanteile wie weit gelangen, hängt unter anderem von der Wellenlänge, dem Alter und den Eigenschaften des Auges ab.
Die Iris reguliert über die Pupille, wie viel sichtbares Licht in das Augeninnere fällt: Bei Helligkeit wird die Pupille kleiner, bei Dunkelheit größer. Diese natürliche Reaktion schützt jedoch nicht zuverlässig vor UV-Strahlung. Die Pupille ist deshalb kein Ersatz für eine Sonnenbrille mit geprüftem UV-Schutz.
FRAGE
Wenn dein Iris-Foto gelb wirkt, liegt das meistens daran, dass warme Pigmentanteile besonders präsent sind. Im Spiegel mischt sich das mit blau zu grün.
VOR DEM SPIEGEL
Dein Auge erscheint aus normaler Entfernung meist als eine Hauptfarbe: grün, blaugrün, hazel oder grau-grün.
IN DER MAKROAUFNAHME
Feine Pigmentbereiche werden sichtbar. Das Foto kann gelber, brauner, blauer oder grauer wirken.
ALS KUNSTWERK
Design, Hintergrund, Kontrast und Material bestimmen, welche Facetten deines grünen Auges besonders zur Geltung kommen.
MÖGLICHE FOLGEN
Wie stark UV-Strahlung das Auge belastet, hängt von mehreren Faktoren ab: von der Intensität und Dauer der Bestrahlung, der Umgebung, der Höhe, reflektierenden Flächen und dem verwendeten Schutz. Grundsätzlich wird zwischen akuten Beschwerden nach einer hohen Dosis und möglichen Langzeitfolgen durch wiederholte Belastung unterschieden.
Kurzfristige Folgen
Eine hohe UV-Dosis kann eine Photokeratitis, also eine Entzündung der Hornhaut, oder eine Photokonjunktivitis, eine Entzündung der Bindehaut, auslösen. Typische Beschwerden sind gerötete und tränende Augen, ein Fremdkörper- oder Sandgefühl, Schmerzen, Lidkrampf, starke Lichtempfindlichkeit und vorübergehend verschwommenes Sehen.
Die Beschwerden treten häufig nicht sofort auf, sondern können sich erst einige Stunden nach der UV-Belastung bemerkbar machen. Oft sind beide Augen betroffen. Auch wenn solche Entzündungen in vielen Fällen wieder abheilen, sind sie schmerzhaft und können eine medizinische Behandlung erforderlich machen.
Langfristige Folgen
Wiederholte UV-Belastung kann langfristig zur Entstehung eines Grauen Stars beitragen. Dabei trübt sich die Augenlinse zunehmend ein, wodurch das Sehvermögen beeinträchtigt wird. UV-Strahlung gilt außerdem als Risikofaktor für ein Pterygium – eine meist gutartige Gewebewucherung der Bindehaut, die sich in Richtung Hornhaut ausbreiten kann.
Auch Tumoren an den Augenlidern, auf der Augenoberfläche oder im Bereich des Auges können durch UV-Strahlung begünstigt werden. Eine mögliche Beteiligung an der altersbedingten Makuladegeneration wird ebenfalls diskutiert; der Zusammenhang ist jedoch weniger eindeutig als bei Grauem Star, Pterygium oder Tumoren im Augenbereich.
SONNENBRAND IM AUGE
Was sollte man bei Beschwerden tun?
AUGENFARBE UND LICHT
KINDERAUGEN
DER RICHTIGE SCHUTZ
Kontaktlinsen mit UV-Filter können einen ergänzenden Schutz bieten, ersetzen aber keine Sonnenbrille. Sie bedecken nur einen Teil des Auges und schützen weder die gesamte Bindehaut noch die Augenlider und die empfindliche Haut rund um das Auge. Sonnenbrille und Kopfbedeckung bleiben deshalb sinnvoll.
IRISWISSEN
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TERMIN FÜR IRIS-SHOOTING BUCHEN
QUELLEN & TRANSPARENZ
Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information. Er ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Schmerzen, Sehstörungen, Verletzungen oder anhaltenden Beschwerden solltest du dich an eine Augenärztin, einen Augenarzt oder den medizinischen Notdienst wenden.
FAQ
Ja. Umgangssprachlich wird eine UV-bedingte Entzündung der Hornhaut und Bindehaut als Sonnenbrand der Augen bezeichnet. Medizinisch spricht man unter anderem von Photokeratitis und Photokonjunktivitis.
Das hängt von Material, Beschichtung und Ausführung der Gläser ab. Wer sich auf den UV-Schutz verlassen möchte, sollte die Filterwirkung beim Optiker prüfen lassen und bei starker Sonne zusätzlich eine geeignete Sonnenbrille tragen.
Normale Sonnenexposition verändert die genetisch und strukturell bestimmte Augenfarbe nicht einfach. Neue, einseitige oder deutliche Farbveränderungen sollten jedoch augenärztlich abgeklärt werden, weil verschiedene Ursachen möglich sind.
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